Gartenbrief 01/ Dezember 18.01. 2017

Im ersten Gartenbrief des Jahres 2017 beschäftigen wir uns nochmals schwerpunktmäßig mit den Zimmerpflanzen. Nachdem wir Ihnen im letzten Gartenbrief Pflegetipps gegeben haben, möchten wir Sie heute sensibilisieren, Schädlinge rechtzeitig zu erkennen. Wolllaus, Spinnmilbe & Co. können den im Winter häufig schwächelnden Zimmerpflanzen ganz ordentlich zusetzen…

Wir erinnern an den Stammanstrich, um Bäume an sonnigen Frosttagen zu schützen.
Und wer in seinem Garten Anzeichen der Rotpustelkrankheit entdeckt, sollte entsprechende Schnittmaßnahmen einplanen.

Momentan hält der Garten tiefe Winterruhe und man sollte nicht unnötig oft die Rasenflächen betreten. Der Gang zum Futterhäuschen bildet da eine Ausnahme. Wir geben fachliche Hinweise, damit sich unsere fleißigen Helfer im Garten wohlfühlen und Jung und Alt viel Spaß bei der Vogelbeobachtung haben.

Ihr Gesundheitsamt informiert zum Thema

Ratten

 

Überall, wo der Mensch ihnen Nahrung und Nistmöglichkeiten bietet, siedeln seit alters her auch diese vermehrungsfreudigen Nagetiere. Die Vielzahl von Unterschlupfmöglichkeiten und ein großes Angebot an Nahrungsmittelresten und Vorräten, wie sie für Großstädte charakteristisch sind, lassen Rattenpopulationen hier beste Lebensbedingungen finden.

In Mitteleuropa werden zwei Arten von Ratten angetroffen. In Berlin kommt hauptsächlich die Wanderratte vor. Die Hausratte trifft man in Städten selten an. Diese ist etwas kleiner als die Wanderratte, hat aber verhältnismäßig größere Ohren und einen längeren Schwanz.

 

Die Wanderratte – Ein Nager mit großer Nachkommenschaft

Wanderratten werden nach zwei bis drei Monaten geschlechtsreif. Nach einer Tragzeit von durchschnittlich 23 Tagen werden zwischen acht und 12 Junge – noch unbehaart und ziemlich hilflos – geboren. Für einige Wochen bleiben die Jungen in dem Nest, das das Weibchen an einem sicheren, verborgenen und trockenen Ort eingerichtet hat. In einem Jahr kann ein Weibchen vier bis sieben Würfe haben. Populationsdichte und Umgebungstemperatur beeinflussen die Zahl der Nachkommen. Entscheidend für die Entwicklung einer Rattenpopulation sind das vorhandene Nahrungsangebot und geeignete Nistmöglichkeiten.

 

Sind Ratten Gesundheitsschädlinge?

Die Wanderratte hat einen großen Aktionsradius bei ihren Wanderungen zur Nahrungssuche und zur

Erschließung neuer Nistmöglichkeiten. Auf dem Weg durch die Kanalisationen, über Müllhalden, die Müllbehälter in den Wohngebieten, aber auch durch Stallungen, Kompostanlagen und andere Orte mit organischem verrottenden Material, ergeben sich zahlreiche Möglichkeiten, vorhandene Krankheitserreger im Fell mitzuschleppen.

Aus dem Mittelalter sind uns verheerende Pestepidemien überliefert, deren Ursache vor allem die Überträgerkette Ratte – Rattenfloh – Mensch war. Die Pest ist aus Europa verschwunden.

Dennoch können von der Ratte auf Grund ihrer Lebensweise auch heute noch verschiedene Krankheitserreger vor allem auf die Lebensmittel des Menschen übertragen werden. Beispiele hierfür sind Salmonellen (Durchfallerkrankungen), Leptospiren (Weilsche Krankheit) und Toxoplasmen (Toxoplasmose).

Auch an der Ausbreitung von Tierseuchen (Schweinepest, Maul- und Klauenseuche) sind Ratten häufig als Überträger der Krankheitserreger beteiligt.

Die seit längerem beliebte Haltung von Zuchtratten stellt hingegen keine solche Gefahr für die Gesundheit dar.

 

Wehrlos gegen die Ausbreitung der Ratten?

Ratten müssen und sollen sich nicht ungehindert in unserer Stadt ausbreiten. Schon durch sehr einfache Maßnahmen lassen sich wirkungsvolle Effekte erzielen.

Um ein Eindringen von Ratten in die Wohnumgebung oder andere Lebensbereiche des Menschen zu verhindern, müssen Sicherungsmängel beseitigt werden. Offene oder defekte Fenster in Kellerräumen und Lagern, Löcher in Wänden, Hallendächern oder auch Fußböden, nicht dicht geschlossene Eintrittsbereiche von Leitungen in Hauswänden, defekte Abwasserrohre sind solche Mängel, welche den Ratten das Einschlüpfen erleichtern. Da Wanderratten auch gut klettern, schwimmen und tauchen, können sie aber auch in unbeschädigten Abwasserrohren bis in die Wohnungen gelangen.

Die Reduzierung des Nahrungsangebotes würde ebenfalls dazu beitragen, die Entwicklung größerer Rattenpopulationen zu verhindern. Die nachfolgende Aufzählung zeigt, wie reichhaltig der Tisch für diese Allesfresser in Berlin gedeckt wird:

Abfälle, die beim übertriebenen Füttern von Tauben und Sing- und Wasservögeln oftmals liegenbleiben, achtlos fortgeworfene Lebensmittelreste, offene Müll- und Biotonnen, Komposthaufen und unverschlossene Komposter auf Hinterhöfen und in Gärten, Lebensmittelreste in der Kanalisation locken an vielen Stellen in der Stadt Ratten an.

Jeder Einzelne kann dazu beitragen, den Ratten Entwicklungsmöglichkeiten zu entziehen, indem er keine Speisereste in den Ausguss von Toiletten oder Waschbecken gibt und Speiseabfälle nur in verschlossenen Behältnissen lagert. Keinesfalls dürfen Essenreste einfach achtlos fortgeworfen werden.

Alle Müllbehältnisse sollten stets geschlossen gehalten werden. Müllbeutel gehören nicht neben, sondern in die Mülltonnen, deren regelmäßige Leerung ebenfalls zur Minderung der Nahrungsangebote beiträgt.

Eine weitere wirksame Maßnahme gegen die Rattenausbreitung ist die Einschränkung von Nistmöglichkeiten. Insbesondere sollten Höfe, Keller und Lagerräume übersichtlich gestaltet sein und gegebenenfalls einer Entrümpelung unterzogen werden.

 

Vorbeugungsmaßnahmen

Insbesondere sind:

  1. Abfälle unverzüglich und regelmäßig in der Art zu beseitigen, dass sie für tierische Schädlinge unzugänglich sind, in der Regel
  2. a) für Hausabfälle durch Verwendung von geeigneten Behältnissen
    1. b) bei Tierhaltung durch ausreichend häufige Reinigung von Stallungen und durch Abdecken von Tierabfällen, bei Lagerung im Freien mit Planen, Folien und dergleichen,
    2. Lebens- und Futtermittel so zu lagern, das tierische Schädlinge keinen Zugang haben. Beim Verzehr oder Verfüttern sind durch zeitliche Begrenzung, schnelle Beseitigung von Speise- und Futterresten die Möglichkeiten der Anlockung und der Zugänglichkeit von tierischen Schädlingen einzuschränken,
    3. schadhafte Ver- und Entsorgungsleitungen unverzüglich instand zu setzen,
    4. die Einschlupfmöglichkeiten zur Verhinderung des Befalls mit Ratten abzusichern.
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Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an das:

Bezirksamt Treptow-Köpenick von Berlin

Gesundheitsamt – Fachbereich 2

Tel.-Nr.: 90 297 4773

Fax-Nr.: 90 297 4774

E-Mail: geshum@ba-tk.berlin.de

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Lieber Kleingartenanlage Vogelsang I,
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